Newsletter

Jedes von uns gebaute Haus ist so gut wärmegedämmt, dass die Stromkosten die Heizkosten bei Weitem übersteigen. Deshalb muss man sich gerade bei einem Neubau genau überlegen, ob es nicht Sinn macht, den benötigten Strom zum großen Teil selbst zu produzieren. Wem die klassische Ansicht einer PV-Anlage auf seinem Dach nicht gefällt, kann heute eine in das Dach integrierte Anlage einbauen. Hierbei wird die Ansicht des Daches nicht durch die PV-Elemente "verschandelt". Durch die direkte Integration der Anlage werden in der Fläche der PV-Anlage die Dachziegel überflüssig, da die Elemente die Ziegel ersetzen. Es entsteht eine harmonische schöne Oberfläche.


Pro
  • Die Photovoltaik ist als dezentrale Energieversorgung großteils in Bürgerhand.
    Die rund 1,5 Mio. Photovoltaik-Anlagen in Deutschland sind zu knapp 35% in Besitz von Privatpersonen, zu gut 12% in der Hand von Landwirten und zu etwa 27% im Eigentum von Gewerbebetrieben. Die vier großen Energieversorgungsunternehmen – EnBW, Eon, RWE und Vattenfall – besitzen hingegen nur rund 0,2% der Solarstrom- Anlagen. Der Ausbau der Photovoltaik trägt wesentlich dazu bei, die einseitige Struktur des Energieversorgungsmarktes – die „großen Vier“ haben einen Marktanteil von rund 80% – aufzubrechen und zu demokratisieren.
  • Photovoltaik erzeugt Strom, wo er verbraucht wird.
    Mehr als 98% der PV-Anlagen speisen in Deutschland dezentral in das Nieder- und Mittelspannungsnetz ein, über das beispielsweise die privaten Haushalte mit Strom versorgt werden. Der Solarstrom wird so entweder direkt vom Anlagenbetreiber oder in unmittelbarer Nähe verbraucht.
  • Die Photovoltaik ist rentabel.
    Photovoltaik Anlagen sind auch 2015 rentabel. Je nach Standort und Anlagenkosten sind bei den derzeitigen Einspeisevergütungssätzen Renditen zwischen 2% und 10% möglich.
  • Die Photovoltaik wird kontinuierlich günstiger und effektiver.
    Die Wirkungsgrade der Solarzellen konnten im letzten Jahrzehnt im Mittel um über 20% gesteigert werden; die Energierücklaufzeit von PV-Anlagen liegt – je nach verwendetem Solarzellentyp – heute bei 1-4 Jahren und die Preise für PV-Module sind in den letzten 30 Jahren im Schnitt um etwa 10% pro Jahr gesunken.
Contra
  • Solarstrom ist in der Erzeugung zu teuer.
    Die Produktionskosten für Solarstrom liegen in Deutschland mittlerweile auch bei kleinen Aufdach- Photovoltaikanlagen deutlich unter dem Niveau der Haushaltsstromkosten (rund 29 Cent/kWh) – nach Angaben des ISE Fraunhofer betragen sie derzeit – je nach Standort und Investitionskosten – selbst für kleine Aufdachanlagen nur noch zwischen 13 und 10 Cent/kWh (2010 lagen sie noch bei knapp 35 Cent/kWh). Damit hat die Photovoltaik 2012 die Netzparität gegenüber Haushaltstrom bereits deutlich unterschritten, d.h. der auf dem Dach aus dem Sonnenlicht gewonnene Strom kommt dem PV-Betreiber um einiges günstiger als der eingekaufte.
  • Photovoltaik-Anlagen verbrauchen mehr Energie als sie erzeugen.
    Bei einer mittleren Jahressumme der von etwa 1000 kWh/m² wie in Deutschland beträgt die Energierücklaufzeit – für die verschiedenen Solarzellentypen gemittelt – gegenwärtig gut 2 Jahre. Mit einer konservativ geschätzten Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren liefert eine PV-Anlage so im Schnitt rund 10 bis 15 Mal mehr Energie, als zu ihrer Herstellung benötigt wurde.
  • Die Photovoltaik erhöht das Brandrisiko.
    PV-Anlagen können, wie andere stromleitende Komponenten auch, Brände auslösen. Das Brandrisiko ist aber bei sachgemäßer Installation äußerst gering, auch Schadstoffemissionen und -immissionen stellen im Brandfall laut einer Studie des Landesumweltamtes Bayern selbst bei CdTe-Dünnschichtzellen keine Gefahr dar. Eine PV-Anlage auf dem Dach kann allerdings die Löscharbeiten der Feuerwehr behindern.
Nach oben